Umfrage: Digitalisierung von Rechnungswesensprozessen

Eine im April 2022 von Mazars Austria in Auftrag gegebene Studie bei TQS Research & Consulting über Digitalisierungsprozesse im Rechnungswesen liefert spannende Einblicke in die KMU Landschaft Österreichs.

Im Rahmen der von Mazars Austria im April 2022 beauftragten Studie hat TQS Research & Consulting Unternehmen mit 20 bis 500 Mitarbeitenden in Österreich zur Digitalisierung ihrer Rechnungswesensprozesse befragt.

Die Studie hat ergeben, dass der vielzitierte Digitalisierungsschub bei den kleineren Unternehmen, dem Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, kaum bis gar nicht angekommen ist. Auch die Pandemie hat daran wenig geändert.

„Aus meiner Sicht hatten die KMUs in der Zeit der Pandemie mit der Aufrechterhaltung des Betriebs unter ständig wechselnden Rahmenbedingungen zu kämpfen und keine Ressourcen, sich um die Umstellung von Prozessen zu kümmern.“ meint Michael Dessulemoustier, Partner bei Mazars Austria.

Das zeigt sich vor allem auch in der Umsetzung des Home Office. Während 38% der Unternehmen mit über 100 Mitarbeiter:innen ihrem Personal in der Verwaltung während der Pandemie Home Office im Ausmaß über 51% angeboten haben, waren das bei Unternehmen unter 50 Mitarbeiter:innen nur 18%. 44% dieser kleineren Unternehmen gaben sogar an, keinerlei Home Office angeboten zu haben. 

Obwohl auch kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter:innen der Digitalisierung von Prozessen im Rechnungswesen einen großen Stellenwert beimessen (84% gaben an, dass das Thema einen sehr hohen bzw. hohen Stellenwert hat), sind dennoch verhältnismäßig wenige Prozesse tatsächlich bereits digitalisiert. Mit wachsender Größe des Unternehmens steigt auch die Bedeutung der Digitalisierung. 

Nur 49% aller Unternehmen unter 50 Mitarbeiter:innen haben die digitale Erfassung der Belege bereits umgesetzt, 11% davon während der Pandemie. 42% gaben an, dass dieser Schritt nicht geplant sei.

Bei der Einrichtung eines digitalen Workflows zur Freigabe von Eingangsrechnungen haben nur 33% der Unternehmen unter 50 Mitarbeiter:innen die Prozesse digitalisiert, 12% haben dies jedoch noch geplant. Die überwiegende Mehrheit (55%) sieht hier keinen Handlungsbedarf.

Insgesamt lassen sich vor allem Unterschiede zwischen Unternehmen mit 20 bis 49 Mitarbeiter:innen und größeren Unternehmen feststellen. Hier scheinen die zahlreichen Möglichkeiten der Digitalisierung der Rechnungswesensprozesse noch nicht durchgedrungen zu sein.

Michael Dessulemoustier sieht den Grund darin vor allem in der Organisation und Koordination der zahlreichen, bereits vorhandenen, Fördermaßnahmen zur Digitalisierung. „Unternehmen sind damit überfordert, einen Überblick über diese Förderungen zu bekommen. Dabei könnten sich auch Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitenden gerade bei Rechnungswesen, Lohnverrechnung und Personalthemen von vielen Tätigkeiten freischaufeln.“ so Dessulemoustier in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Trend.

 

„Wesentlich ist die Erkenntnis, dass es keine 08/15-Digitalisierungs-Lösungen gibt. Hier braucht es maßgeschneiderte Beratung und Ansätze für die Anforderungen der kleinen und mittleren Unternehmen.“

Stefan Szauer, Partner und Geschäftsführer bei Mazars Austria

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Digitalisierung von Rechnungswesenprozessen- Interview im Trend Magazin
Digitalisierung von Rechnungswesenprozessen- Interview im Trend Magazin